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Gewählte Ärzte 23. 7. 2014

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Der Frauenarzt oder Gynäkologe beschäftigt sich mit der Diagnose und Behandlung aller Erkrankungen der weiblichen Fortpflanzungsorgane. Er nimmt auch Brustuntersuchungen vor und kommt oft bei der Geburtshilfe zum Einsatz.

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Der Frauenarzt

Die Gynäkologie oder Frauenheilkunde ist die Lehre von der medizinischen Behandlung der weiblichen Fortpflanzungsorgane und weiterführend der Erkennung (Diagnostik) und Rehabiliterung dergestalter Erkrankungen. Der dazugehörige Mediziner wird dementsprechend als Gynäkologe oder noch viel häufiger einfach als Frauenarzt bezeichnet. Übrigens gibt es hier auch eine Entsprechung für die Herren der Schöpfung, nämlich die Andrologie, bzw. den Andrologen (jedoch nicht „Männerarzt“!).

Man muss den Aufgabenbereich des Gynäkologen auch noch weiter eingrenzen, denn prinzipiell beschäftigt er sich nur mit Erkrankungen des Fortpflanzungstraktes in einer nicht-schwangeren Frau. Treten Erkrankungen während einer Schwangerschaft auf, wendet sich die Frau gewöhnlich an einen Obstetristen, der sowieso den Schwangerschaftsverlauf beobachtet und ggf. dann auch meist bei der Geburt zur Stelle ist. Oft sind Frauenärzte jedoch beides, d. h. sie sind als Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zugelassen.

Zum Betätigungsfeld des Gynäkologen zählt auch noch die Behandlung von Erkrankungen der weiblichen Brüste, obwohl sie streng genommen nicht zu den Fortpflanzungsorganen gehören. Handelt es sich um Brustkrebs, wird der Gynäkologe bei der Therapie eng mit einem Onkologen (Krebsarzt) und ggf. Radiologen (für Bestrahlungen) zusammenarbeiten.

In seiner Behandlungspraxis verlässt sich der Gynäkologe bei seinen Untersuchungen zuerst einmal auf seinen Tastsinn. Er tastet beispielsweise die Eierstöcke ab, um festzustellen ob eventuelle Vergrößerungen vorliegen. Mittels eines Spekulums (einer Art schalenförmigen, auseinanderspreizbaren Schere ohne scharfe Kanten) kann er visuell die Innenwände der Scheide und den Muttermund begutachten. Der Gynäkologe wird auch häufig Ultraschall (Sonografie) einsetzen, um vor allem die Gebärmutter zu untersuchen. Gewebeproben von den Schleimhautoberflächen mittels Abstrich werden von ihm mikroskopisch untersucht, um beispielsweise herauszufinden, ob eine Pilzinfektion (Candidamycose) oder sogar bakterielle Infektion vorliegt.

Der Gynäkologe wird auch chirurgisch tätig.Klassische Eingriffe wären die Gebärmutterentfernung (Hysterektomie), z. B. bei Krebs, aber auch die Abbindung der Eileiter (Tubenligatur) wenn die Frau keine weiteren Kinder mehr bekommen möchte. Mit einem Laparoskop genannten Instrument kann er durch einen kleinen Einschnitt in der Bauchwand hindurch Operationen wie eine Zystenentfernung an einem oder mehreren Eierstöcken durchführen, bzw. sie vollkommen entfernen wenn sie von Krebs befallen sind.

Außerdem beschäftigt sich der Gynäkologe mit Hormonbehandlungen und –sehr wichtig -  berät auch über Schwangerschaftsverhütung (Kontrazeption) und verschreibt geeignete Mittel.