Suchen:

In den Bundesländern

Fachgebiete

Gewählte Ärzte 2. 9. 2014

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Der HNO-Arzt beschäftigt sich mit Erkrankungen und Funktionsstörungen der oberen Luftwege, der Nase und der Ohren. Sein Betätigungsfeld überschneidet sich dabei oft mit dem anderer Fachärzte.

Wählen Sie das Bundesland aus

Der HNO-Arzt

Eigentlich wird der landläufige HNO-Arzt im offiziellen Jargon als „Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde“ bezeichnet, was sein Betätigungsfeld bereits recht anschaulich beschreibt. Also solcher befasst er sich dementsprechend mit der Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen, Funktionsstörungen, Verformungen und Tumoren der oberen Atemwege (einschließlich Kehlkopf), der Mundhöhle (einschließlich Stimmbänder), der Nase (einschließlich Nasennebenhöhlen) und des Ohres. Das umfasst auch Stimm-, Sprach-, Sprech- und Hörstörungen, die ja ebenfalls in diesen Regionen angesiedelt sein können.

Aufgrund dieses sehr breiten Betätigungsfeldes überschneiden sich die Aufgaben des HNO-Arztes oft mit anderen medizinischen Fachgebieten, wie beispielsweise der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Kinderheilkunde (Sprech- und Hörstörungen bei Kindern), inneren Medizin (vor allem Pneumologie), Allergologie (z. B. Heuschnupfen), Orthopädie (Kieferfehlstellungen u. ä.), aber auch Neurologie (Nervenschäden im Bereich des Gesichts) und Phoniatrie (Hörstörungen). Allerdings fasst man solche Überschneidungen nicht als „Konkurrenz“ auf, sondern eher als eine Möglichkeit, aus der Kombination der Fähigkeiten des HNO-Arztes und jener eines anderen Spezialisten Vorteile bei der erfolgreichen Behandlung des Patienten zu schöpfen.

Bei der Behandlung von Ohrproblemen nimmt sich der HNO-Arzt vor allem Erkrankungen des Gehörgangs, Mittelohrs und Innenohrs an, wobei er zum Beispiel Infektionen mit geeigneten Mitteln bekämpft, aber auch einfache chirurgische Eingriffe wie das Ausschälen eines Eiterabszesses durchführen kann.

Zum Bereich Mundhöhle zählen neben den Schleimhäuten auch der Rachen, die Mandeln, Stimmbänder und Speicheldrüsen. Zur Nase gehören die Nasenhaupt- und nebenhöhlen, sowie der Nasenrachenraum. Zum in der Berufbezeichnung HNO angedeutenten „Hals“ rechnen wir hier besodners den Kehlkopf, die Schilddrüsen, sowie die obere Luftröhre. Erkrankungen der Speiseröhre fielen dagegen eher in das Betätigungsfeld eines Gastroenterologen.

Zur Diagnose eines Gesundheitsproblems bedient sich der HNO-Arzt oft Mund-, Nasen- oder Ohrspiegelungen mit speziell geformten Endoskopen. Bei Hörproblemen werden zusätzlich noch Hörtests durchgeführt, die Aufschluss über das Ausmass der Hörstörung geben sollen. Bei der Behandlung hat der HNO-Arzt entsprechend seines sehr breitgefächerten Aufgabenbereichs eine Fülle von Möglichkeiten. Dies kann von der einfachen Verschreibung von Antibiotika bis hin zu routinemäßigen, kleineren operativen Eingriffen reichen.