Suchen:

In den Bundesländern

Fachgebiete

Gewählte Ärzte 1. 8. 2014

Kinder- und Jugendheilkunde

Der Kinder, bzw. Jugendarzt befasst sich mit allen Aspekten der medizinisch-klinischen Betreuung junger Menschen, wobei der Schwerpunkt auf Prävention liegt. Der Fachbereich ist sehr weit gesteckt und es existieren zahlreiche Fachspezialisierungen.

Wählen Sie das Bundesland aus

Der Kinderarzt

Der einst benutzte, aus dem Griechischen stammende Begriff „Pädiatrie“ ist heute offiziell von der Bezeichnung „Kinder- und Jugendmedizin“ abgelöst worden. Der Praktizierende wird dementsprechend landläufig Kinderarzt, bzw. Jugendarzt genannt, auch wenn das im Fachjargon auf ein etwas umständliches „Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin“ in die Länge gezogen wird.

Wie auch bei Erwachsenen, so können sich auch bei Kindern und Jugendlichen vielerlei Erkrankungen und Gesundheitsprobleme manifestieren. Der Aufgabenbereich des Kinderarztes ist daher sehr weit gesteckt und erstreckt sich über praktisch alle Teilgebiete der klinischen Medizin. Besonderes Augenmerk wird jedoch der Prävention und Prophylaxe zuteil, und zwar in einem Ausmaß wie in keinem anderen klinischen Fachgebiet. Dies wird dann verständlich, wenn man bedenkt, dass sich der Organismus eines Kindes, bzw. Jugendlichen ja noch in der Entwicklung befindet und daher ständigen, mitunter rapiden Änderungen unterworfen ist.

Man versucht daher, durch frühzeitige prophylaktische Maßnahmen zu verhindern, dass sich bleibende Schäden entwickeln, die im zukünftigen Erwachsenenaltr mitunter nur noch sehr schwer oder gar nicht behebbar sind.

Neben dem allgemeinen Kinder- und Jugendarzt, dessen Aufgabenbereich in etwa wie der eines praktischen Arztes zu verstehen ist, gibt es dementsprechend eine Fülle von Fachärzten der Kinder- und Jugendmedizin, die sich auf ganz spezifische Fachbereiche konzentrieren. Hier findet man zum Beispiel den Kinderkardiologen (Herz- und Kreislauferkrankungen), den Kinderhämatologen oder –onkologen (Blut- und Krebserkrankungen beim Kind) und den Kinderorthopäden, der sich Störungen und Erkrankungen des kindlichen Bewegungsapparates annimmt (zum Beispiel Skelettfehlstellungen oder –verformungen). Neben etlichen weiteren Fachrichtungen gibt es ebenfalls Kinderfachärzte für Nephrologie (Nierenerkrankungen), Pneumologie (Erkrankungen der Lungen und Atemwege), Rheumatologie (Rheuma und Arthritis beim Kind), Neurologie (Nervenerkrankungen) und Endokrinologie und Diabetologie (u.a. Behandlung von zuckerkranken Kindern).

Zu nennen wäre auch noch der Neonatologe, dem die Versorgung von Frühgeburten aber auch erkrankten Neugeborenen obliegt. Der Kinder- bzw. Jugendpsychiater ist ebenfalls ein eigenständiger Fachbereich. Sodann gäbe es auch noch den Facharzt für Sozialpädiatrie, der sich mit der umfassenden Betreuung entwicklungsgestörter Kinder und Jugendlicher befasst.