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Gewählte Ärzte 19. 4. 2014

Laboratoriumsmedizin

Der Laboratoriumsmediziner wirkt meist hinter den Kulissen und ist verantwortlich für eine breite Palette analytisch-diagnostischer Untersuchungen von Körpergeweben und –flüssigkeiten.

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Der Labormediziner

Der Facharzt für Laboratoriumsmedizin (kurz: Laborarzt) ist für gewöhnlich einer der vielen guten Geister, die vor allem hinter den Kulissen zum Wohle eines Patienten tätig sind. Jedes Krankenhaus verfügt normalerweise über ein medizinisch-diagnostisches Labor. Dort werden eingehende Blut-, Sekret-, Flüssigkeit-, Stuhl-, Urin- und Gewebeproben je nach Bedarf mikrobiologisch, chemisch, serologisch und virologisch untersucht, wobei oft sehr komplizierte Analysegeräte zum Einsatz kommen.

Der Labormediziner muss daher auf vielen Gebieten bewandert sein und hat eine langjährige Ausbildung genossen. Er muss sich außerdem ständig weiterbilden um mit neuen Analyseverfahren, neuen Gerätschaften, usw. Schritt halten zu können.

In seiner alltäglichen Praxis gehen ihm von den verschiedenen Abteilungen eines Krankenhauses unzählige Proben zu, die er dann gemäß den vom behandelnden Arzt gestellten Anforderungen untersuchen muss. Die Befunde werden an den behandelnden Arzt zurückgeführt, der seine weitere Therapie auf diese stützt. In diesem Sinne ist es von allergrößter Wichtigkeit dass der Laboriumsmediziner gewissenhaft und pingelig genau arbeitet. Verfälschte oder ungenaue Laborbefunde können in einer falschen Behandlung des Patienten resultieren.

Zu den Routineaufgaben des Labormediziners gehört beispielsweise die tägliche Feststellung des Blutzuckers bei Zuckerpatienten, aber auch die Festlegung von Blutgruppe und Rhesusfaktoren. Bei anderen stationären Patienten kann der behandelnde Arzt je nach deren diagnostiziertem Krankheitsbild die Konzentration verschiedener Inhaltsstoffe und Chemikalien im Blut abrufen, beispielsweise die Menge an roten oder weißen Blutkörperchen, bestimmten Immunstoffen, Eisen, Keratinin, Bilirubin und vieles mehr. Die Gerinnungsfähigkeit von Blut wird ggf. auch untersucht, was bei Herzpatienten und Blutern wichtig sein kann. Es gibt auch serologische (d. h. im Blut enthaltene) sogenannte Markersubstanzen, die je nachdem Aufschluss über die Funktionstüchtigkeit, bzw. –störungen unterschiedlicher Organe wie zum Beispiel Nieren, Leber oder Herz geben.

Mikrobiologisch untersucht der Labormediziner Gewebeproben (auch Stuhl) auf Krankheitserreger und Parasiten, aber auch Zellenmutationen wie Krebs- und Tumorzellen werden unter dem Mikroskop erkannt.

Die Schwerpunkte des Labormediziners sind demnach neben etlichen weiteren die klinische Chemie und Immunchemie, die Hämatologie (Bluterkrankungen), Mirobiologie und Infektionsserologie (Krankheitserreger), Transfusionsmedizin und Humangenetik (Genveränderungen) und Toxikologie (Körpergifte).