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Gewählte Ärzte 20. 4. 2014

Naturheilverfahren

Der Naturarzt oder Naturheilkundler versucht, durch in der Natur vorkommende Mittel (Pflanzen und deren ubereitungen, usw.) die köpereigenen Selbstheilungsfähigkeiten zu mobilisieren, zu stärken und zu unterstützen.

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Der Naturarzt

In der Naturheilkunde kommt traditionell ein ganzes Spektrum von Behandlungsmehtoden zur Anwendung, die darauf ausgerichtet sind, die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung zu aktivieren, bzw. zu unterstützen. Der menschliche Körper verfügt über erstaunliche Selbstheilungsfähigkeiten, wie man ja bereits beispielsweise aus dem Umstand erkennt, dass eine Schnittwunde – sagen wir am Finger – innerhalb kurzer Zeit verheilt, d. h. die geschädigten Haut- und Gewebezellen sich wieder regenerieren. Auf dieser Basis baut dementsprechend auch der Naturarzt oder Naturheilkundler auf und er verwendet bei seinern Behandlungen in der Natur vorkommende Mittel oder Reize. Dazu zählen zum Beispiel Heilpflanzen und –kräuter oder –wurzeln, bzw. deren Zubereitungen, aber auch – wie bei der Hydrotherapie – Wasser und ähnliche Elemente.

Zu den bekanntesten Methoden der Naturheilkunde gehören – neben etlichen weiteren – die folgenden Naturheilverfahren:

Phytotherapie: Der Einsatz von Heilpflanzen oder deren Zubereitungen (Auszüge, Cremen, Pillen, Öle, usw.), von denen bekannt ist, dass sie bei bestimmten Krankheitsbildern oder Gesundheitsbeschwerden helfen.

Hydrotherapie: Die Anwendung von Wasser in verschiedenen Aggregatzuständen (kalt, warm, Dampf) zur Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen, aber auch zur körperlichen Abhärtung, also der Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte. Am bekanntesten dürfte hier wohl das sogenannte Kneippen (Wassertreten) sein.

Aromatherapie: Der Einsatz ätherischer Öle (oft auch Mischungen aus denselben) von Pflanzen, die meist über einem Wasserbad verdampft und eingeatmet oder auch in die Haut einmassiert werden. Neben der Gesunderhaltung des Körpers soll Aromatherapie außerdem einen positiven Einfluss auf die Seele und das Gemüt nehmen.

Diätetik (auch „Diätologie“): Sie stützt sich auf die Erkenntnis, dass eine gesunde Diät, bzw. eine dem jeweiligen Krankheitsbild angepasste Kost die Selbstheilung des Körpers begünstigt.

Bewegungstherapie: Durch gezielt angewandte Bewegungen sollen steife Gelenke trainiert und Muskelpartien wieder gestärkt werden. Zur Bewegungstherapie zählt man bisweilen auch die therapeutische Massage.

Es gibt noch weitere Bereiche der Naturheilkunde, auf die sich ein Naturarzt versteifen kann. Wichtig ist es jedoch zu wissen, dass sogenannte Alternativmedizin nicht zur Naturheilkunde zählt, weil hier die medizinischen Vorteile oder Wirkungen meist nicht wissenschaftlich anerkannt sind. Zur Alternativmedizin zählt zum Beispiel die Homöopathie, die traditionelle chinesische Medizin, die ayurvedische Medizin, aber auch die Elektroakupunktur. Außerdem gehören auch Hokuspokus-Verfahren wie Handauflegen und ähnliches selbstverständlich nicht zur Naturheilkunde.