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Gewählte Ärzte 26. 10. 2014

Neurochirurgie

Der Neurochirurg beschäftigt sich mit operativen Eingriffen im Bereich des zentralen und peripheren Nervensystems. Dazu zählen unter anderem das Gehirn und der Gehirnstamm, das Rückenmark und die weitläufigen Nervenbahnen und –stränge im Körpergewebe und den Organen.

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Der Neurochirurg

Das medizinische Fachgebiet der Neurochirurgie befasst sich mit der Erkennung und operativen Behandlung von Erkrankungen sowohl des zentralen als auch peripheren Nervensystems im menschlichen Körper. Außerdem gehören auch konservative Behandlungen, sowie die Rehabilitation zu diesem Fachbereich. Als solcher ist er eigenständig und damit weder der Neurologie noch der Chirurgie untergeordnet.

In Deutschland bedarf es zur Erlangung der Anerkennung als Facharzt für Neurochirugie nach der medizinischen Grundausbildung einer nachfolgenden, sechsjährigen Weiterbildungszeit. Davon müssen mindestens vier Jahre in einem Krankenhaus absolviert werden. Es können verschiedene Fachweiterbildungen angerechnet werden, allerdings muss der Aspirant sich auch mindestens ein halbes Jahr in der neurochirurgischen Intensivmedizin betätigen.

Das Berufsbild des Neurochirurgen lehnt sich nahe an jenes des Neurologen an, jedoch größtenteils nur im Sinne des theoretischen Fachwissens. Während es dem Neurologen obliegt, Schädigungen und Erkrankungen des Nervensystems (wozu auch das Rückenmark und das Gehirn zählen) zu diagnostizieren und ggf. konservativ zu behandeln, hat der Neurochirurg die Aufgabe, sofern nötig, einen operativen Eingriff durchzuführen.

Wurden zum Beispiel im Verlauf eines Unfalls Nervenbahnen im Gewebe durchtrennt, so versucht der Neurochirurg, diese wieder so zusammenzufügen, dass ihre Funktionstüchtigkeit aufrecht erhalten werden kann, bzw. sich nach einer oft sehr langen Rehabilitationszeit sowie wie möglich wieder herstellt. Solche Eingriffe bedürfen nicht nur einer ausgezeichneten Kenntnis der Funktionen des Nervensystems, sondern auch einer ungeheuer ruhigen Hand, da Nervenfasern winzig und sehr delikat sind.

Auch bei der Entfernung von Gehirntumoren oder malignen Wucherungen in anderen Teilen des Nervensystems (z.B. Lymphknoten) kommt der Neurochirurg zum Einsatz. Das gleiche wäre beispielsweise der Fall bei akuten Erkrankungen wie einem Hirnstamminfarkt oder Meningitis (Hirnhautentzündung). In seiner Eigenschaft arbeitet der Neurochirurg hierbei stets sehr eng mit dem jeweils behandelnden Neurologen zusammen.

Viel Funktionen des Nervensystems, und hier insbesondere des Gehirns, sind noch nicht auseichend erforscht und werden daher nur teilweise – aber immer mehr - verstanden. Deswegen entwickelt sich das Fachgebiet ständig und rapide weiter. Der Neurochirurg kann sich aus diesem Grund nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern muss sich stets weiterbilden und auf dem neuesten Stand der Forschung halten.