Suchen:

In den Bundesländern

Fachgebiete

Gewählte Ärzte 3. 9. 2014

Neurologie

Der Neurologe befasst sich mit Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems und muss aufgrund der Komplexität desselben über ein ungeheures Fachwissen verfügen.

Wählen Sie das Bundesland aus

Der Neurologe

Unter der Neurologie versteht man ganz breit die Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems. Jenes kann man dabei in das zentrale und das periphere Nervensystem aufschlüsseln. Das Zentralnervensystem umfasst prinzipiell das Gehirn mit dem Hirnstamm, sowie das Rückenmark, das ein dicker Strang von Nervenbündeln ist, das vom Gehirn ausgehet und im Inneren des Rückgrats verläuft. Das periphere Nervensystem umfasst das gesamte – unglaublich weitverzweigte und feingegliederte -Netz aller einzelnen Nervenstränge, die den gesamten Körper durchziehen und unter anderem die Funktionen der Organe steuern, sowie für unsere Sinneswahrnehmungen verantwortlich sind. Die Verletzung oder Kompressierung eines dieser Nervenstränge lässt uns beispielsweise Schmerzen spüren. Wird der Nerv durchtrennt oder dementsprechend kompromittiert, wird das mit ihm assoziierte Gewebe taub, also gefühlslos.

Dem Neurologen steht es anheim, nervensystembedingte Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln. Dies geschieht in aller Regel zunächst durch eine ausführliche Unterhaltung mit dem Patienten (ggf. Angehörigen), nicht nur um die Vorgeschichte in allen Details zu erfahren, sondern aus den Antworten auch Anhaltspunkte für die wahrscheinliche Natur der Erkrankung herauszufiltern. Um seine Fragen zielgerichtet stellen zu können, muss der Neurologe über ein äußerst umfangreiches Fachwissen verfügen. Ist die wahrscheinliche Erkrankung – und damit zusammenhängend die mögliche Ursache – erst einmal eingekreist, bedient sich der Neurologe einer breiten Palette von spezifischen Tests und Weiteruntersuchungen, mit der er die endgültige Diagnose zu erhärten sucht.

Beispielsweise könnte er einen Patienten mit Schwierigkeiten bei der Bewegungskoordination bestimmte Bewegungstests durchführen lassen. Je nachdem wie der Patient diese ausführt, bzw. nicht oder nur schwerlich ausführen kann, erhielte der Neurologe mehr Aufschluss über die Erkrankung. Er kann den Patienten auch zu anderen Fachärzten überweisen, zum Beispiel einem Radiologen zur Durchführung einer Computertomographie des Gehirns wenn der Verdacht besteht, dass die Wurzel des Problems dort sitzt.

Wird eine Operation notwendig, etwa wenn ein Gehirntumor entfernt werden soll oder beschädigte Nerven wieder zusammengefügt werden sollen, so wird diese von einem Neurochirurgen ausgeführt, also quasi einem auf operative Eingriffe spezialisierten Neurologen.