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Gewählte Ärzte 31. 7. 2014

Orthopädie

Der Orthopäde findet sein Aufgabengebiet bei der Diagnose, Behandlung und Rehabilitierung von Krankheiten, Missbildungen und Funktionsstörungen des Skeletts und der stützenden und bewegenden Muskulatur.

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Der Orthopäde

Der Orthopäde befasst sich mit der Diagnose, Behandlung und Rehabilitierung sowohl angeborener als auch erworbener (z. B. Unfall) Funktionsfehler und –störungen sowie Verformungen der Skelettstruktur (Knochen, Gelenke, usw.) und der sie stützenden und bewegenden Muskeln und Sehnen.

Zu typischen Krankheitsbildern, die in sein Fachgebiet fallen, gehören neben vielen weiteren zum Beispiel Knochenbrüche, Deformitäten der Füße (Klumpfuß, Schiefzehe, usw.), Gelenkinfektionen, Gelenkmissbildungen und –funktionseinschränkungen, Arthrosen (Knochenabnutzungen), Arthritis, Hexenschuss, Muskel, Sehnen- und Bänderrisse, Gelenkverrenkungen und –ausrenkungen und so weiter.

Zur Behandlung stehen dem Orthopäden eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung. Allgemein bekannt dürfte wohl die Anfertigung einer sogenannten Schuheinlage sein, deren Aufgabe es ist, das eingesunkene Gewölbe eines Knick-Senk-Fußes (landläufig „Plattfuß“ genannt) zu stützen und die Gewölbemuskulatur wieder so weit zu stärken dass vielleicht sogar die Fehlstellung permanent korrigiert werden kann. Die Fehlstellung an sich kann nämlich Auswirkungen auf die Beingelenke haben, besonders den Fußknöchel und das Knie. Auch bei einem Klumpfuß passt der Orthopäde einen entsprechenden Stützapparat an, der dem Patienten eine einigermaßen normale Fortbewegung ermöglicht.

Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit zu Operationen um beispielsweise ein gerissenes Band zu reparieren, aber auch die Fehlstellung des sogenannten Schiefzehs zu korrigieren. Bei Erkrankungen wie Arthrose oder Arthritis wird der Orthopäde oft schmerzstillende Medikamente verschreiben. Ihm obliegt auch die Wiedereinrichtung und Versorgung von Brüchen, was im Falle von Splitterfrakturen sehr kompliziert sein kann und meist nach einer Operation verlangt, bei der der Knochen mit temporären Metallschienen, -schrauben und anderen Hilfmitteln wieder rekonstruiert wird.

Bei weniger ernsthaften Erkrankungen kann der Orthopäde auf Bewegungstherapie zurückgreifen, um beispielsweise ein wieder eingerenktes (zuvor ausgekugeltes) Schultergelenk zu voller Funktionstüchtigkeit zurückzubringen. Bewegungstherapie wird auch oft eingesetzt wenn lange „stillgelegte“ Teile des Knochen- und Stützapparats wieder rehabilitert werden sollen, z. B. nach einem langwierig verheilten Bruch. Wärmetherapie, also die Bestrahlung in Mitleidenschaft gezogener Köperteile, hat ebenso rehabilitierende Vorteile, z. B. bei versteiften Muskeln.