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Gewählte Ärzte 22. 10. 2014

Radiologie

Der Radiologe nutzt eine Reihe unterschiedlichster Strahlungsarten um Abbildungen innerer, daher nicht unmittelbar sichtbarer, Organe und Gewebe zu erstellen, was fachärztliche Diagnosen und Behandlungen erleichtert.

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Der Radiologe

Der Radiologe gehört einer verhältnismäßig jungen medizinischen Fachrichtung an. Die Radiologie entwickelte sich eigentlich erst nachdem Wilhelm Conrad Röntgen 1895 die nach ihm benanntne Strahlen entdeckt hatte und sie später bei diagnostischen Untersuchungen Einsatz fanden.

Heute befasst sich der moderne Radiologe im Rahmen der diagnostischen Radiologie mit einer Fülle verschiedener elektromagnetischer, bzw. ionisierender Strahlen und ist auch auf dem Fachgebiet der sogenannten Strahlentherapie - also des Einsatzes von Strahlung zu heilenden Zwecken - tätig. Zu seinem Fachbereich gehören auch Verfahren wie die Sonografie (die Abzeichnung innerer Organe mittels Ultraschallwellen) und die Kernspintomografie (auch Magnetresonanstomografie genannt), obwohl diese eigentlich nicht auf elektromagnetischen Strahlen beruhen.

Bei der diagnostischen Radiologie setzt der Radiologe im Rahmen der Projektionsradiografie Strahlen dazu ein, um mit ihrer Hilfe eine Abbildung innerer (und daher nicht unmittelbar sichtbarer) Organe oder Gewebe zu erstellen. Beim Kernspin oder der Computertomografie wird hingegen ein Schnittbild erzeugt, also quasi ein Querschnitt durch Organe oder Gewebe. Um eine klarere Darstellung zu erreichen, bzw. verschiedene Strukturen besser herauszustellen, führt der Radiologe dem Patienten bisweilen ein sogenanntes Kontrastmittel zu. Das kann je nach Untersuchungsprozedur entweder durch Einspritzen oder auch die Einnahme einer Kapsel oder eines Breis geschehen.

Die Radiologie hat die Medizin im allgemeinen besonders bei der Diagnostik einen riesigen Schritt voran getrieben. Durch den Einsatz konventioneller Röntgenstrahlen konnte ein Arzt nun unmittelbar die Natur und Komplexität beispielsweise eines Knochenbruches mit dem Auge erkennen und geeignete Behandlungsmaßnahmen ergreifen. Wichtig ist die Radiologie auch noch bei der Krebsdiagnostik, denn der Arzt kann feststellen, wo im Körper sich Krebstumore befinden, wie groß diese sind und ob sich vielleicht auch Metastasen („Ableger“ der Krebsgeschwulst) anderswo ausgebreitet haben.

Bei der Strahlentherapie als Teilgebiet der Radiologie geht es um den gezielten Einsatz bestimmter Strahlungstypen um damit beispielsweise Krebszellen abzutöten. Wiederum andere Strahlen werden verwendet um zum Beispiel einen Heilprozess zu unterstützen oder zu begünstigen.

Viel Aufmerksamkeit wird vom Radiologen auf den Strahlenschutz beim Patienten gelegt. Viele der verwendeten Strahlungen haben in höheren Dosen nämlich schädliche Auswirkungen, nicht unähnlich der von laien so genannten „Atomstrahlenverseuchung“. Damit obliegt dem Radiologen also eine ganz besondere Verantwortung.