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Gewählte Ärzte 31. 10. 2014

Rettungsmedizin

Der Rettungsarzt ist die allererste Instanz bei medizinischen Notfällen und seine vordringlichste Aufgabe besteht in der unmittelbaren Lebensrettung des Patienten.

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Der Rettungsarzt

Die Begriffe „Rettungsmedizin“, „Notfallmedizin“ und „Katastrophenmedizin“ kann man nebeneinander laufen lassen, denn sie beschäftigen sich allesamt mit einem gemeinsamen Ziel: der oft lebensrettenden, unmittelbaren medizinischen Erstversorgung eines Patienten.

Der Rettungsarzt (auch „Notarzt“ genannt) kommt hierbei meist mobil in einem Rettungswagen zum Einsatz (manchmal auch im Hubschrauber). Der Notfallarzt übernimmt den ärztlichen Bereitschaftsdienst in einer krankenhäuslichen Notfallaufnahme-Abteilung. Der Katastrophenarzt begibt sich zu Orten die entweder von durch Unfälle verursachten Katastrophen (Man denke an Großbrände, Massenkarambolagen, Industrieunfälle, ein eingestürztes Hochhaus, u. ä.) oder Naturkatastrophen (Erdbeben, Überflutungen, usw.) heimgesucht wurden und wo meist viele Verletzte (leider meist auch viele Tote) zu beklagen sind.

Dem Rettungsarzt obliegt also die unmittelbare Lebensrettung eines Patienten, sowie die medizinische Erstversorgung und Stabilisierung desselben, so dass er sicher zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus überführt werden kann.

Als eines der typischsten Beispiele wäre hier ein Patient zu nennen, der Zuhause einen Herzanfall oder gar Herzinfarkt erlitten hat. Die Aufgabe des Rettungsarzts wäre es zunächst, den Ort des Geschehens so schnell wie möglich zu erreichen. Alsdann müsste er ebenso blitzschnell die Situation überblicken und erkennen, welche Rettungsmaßnahmen unverzüglich eingeleitet werden müssen. Dies erreicht er zumeist durch das Überprüfen der Vitalfunktionen (Puls, Herzschlag, Blutdruck, Atmung, Pupillenreaktion bei Lichteinwirkung, usw.). Ist bei dem Patienten der Herzstillstand eingetreten, kann er den Herzschlag mit Hilfe eines tragbaren sogenannten Defibrillators wieder in Gang zu bringen versuchen.

Je nach Situation kann er auch künstliche Beatmung, Herzmassage und andere Wiederbelebungstechniken durchführen, einschließlich der Injektion von Adrenalin und ähnlichen Medikamenten. Ist ein Patient unter Schockeinwirkung wendet der Rettungsarzt ebenfalls bestimmte Methoden zur Stabilisierung an. Ist der Patient bewusslos, muss ihn der Rettungsarzt in eine Position verlagern, die es verhindert, dass der Patient womöglich an seinem eigenen Erbrochenen oder Blut erstickt. Die Sicherstellung der Atmung gehört sowieso zu den allerwichtigsten Rettungsmaßnahmen, genauso wie – sofern nötig – eine Blut- oder Blutserumtransfusion (sollte der Patient viel Blut verloren haben). Frakturen und offene Verletzungen versorgt der Rettungsarzt zunächst provisorisch, während die Weiterbehandlung und mögliche Operation sodann im nächstgelegenen Krankenhaus stattfindet.