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Gewählte Ärzte 16. 4. 2014

Rheumatologie

Der Rheumatologe befasst sich mit der Diagnose und Behandlung einer Gruppe von rund 400 verschiedenen, zumeist chronischen Krankheiten, die als rheumatische Erkrankungen bezeichnet werden.

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Der Rheumatologe

Der Begriff „Rheumatologie“ ist heutzutage nicht mehr gebräuchlich, denn er war von vornherein ein Sammelbegriff für eine breite Palette rheumatischer Erkrankungen. Sie sind zumeist chronische Autoimmunerkrankungen, die mit Entzündungsprozessen einher gehen oder auch als Folge von Verschleißerscheinungen entstehen. In der modernen Prxis unterscheidet man inzwischen rund 400 Formen rheumatischer Erkrankungen.

Sie machen sich beim Patienten durch – oft unerträgliche – Schmerzen in den Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen bemerkbar. In vielen Fällen werden sie begleitet durch Stoffwechselstörungen und auch Fehlfunktionen innerer Organe. Am bekanntesten sind hier wohl die rheumatoide Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt) und die Polychondritis, welche chronisch wiederkehrende Entzündungen der Knorpel und des Knorpelgewebes bezeichnet. Aber auch bei der Arthritis spielen Entzündungen eine entscheidende Schlüsselrolle.

Wiederum andere rheumatische Erkrankungen gehen ohne eigentliche Entzündungsprozesse einher und beruhen in der Regel auf Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen, wie beispielsweise die Arthrose und die Osteoporose (Knochenschwund). Bei Arthrose handelt es sich um einen Gelenkverschleiß, der bereits früh einsetzt, also nicht altersbedingt ist. Die Osteoporose ist auf der anderen Seite vornehmlich eine Alterserkrankung, in deren Verlauf die Knochendichte abnimmt. Es kommt daher bei Betroffenen viel leichter zu Brüchen (Frakturen), von denen viele sehr kompliziert und mitunter lebensgefährlich sein können (Hüftknochenfraktur, Oberschenkelfraktur, Wirbeleinbrüche, usw.).

Die Hauptaufgaben des Rheumatologen bestehen erstens aus der Diagnose der vorherrschenden rheumatischen Erkrankung und sodann der Einleitung geeigneter Behandlungstherapien. Da die Behandlungsmethoden beim gegenwärtigen Stand der Forschung weiterhin sehr eingeschränkt bleiben, muss dich der Rheumatologe oft auf die Verschreibung entzündungshemmender Medikamente - und auch starker Schermzmittel - stützen. Bewegungstherapie um die Versteifung von Gelenken zu vermeiden oder zumindest abzumildern ist ebenfalls eine Möglichkeit. Es wurden auch erfolgreich künstliche Gelenke verpflanzt, sowie die Verpflanzung menschlicher Gelenkknorpel. Obwohl solche Prozeduren noch ziemlich im Anfangsstadium stehen, sind die erzielten Erfolge doch vielversprechend und könnten in naher Zukunft zu einer umfassenden Revolutionierung bei der Therapie rheumatischer Erkrankungen herbei führen.

Gicht, wie oft fälschlich angenommen, zählt nicht strikt zu den rheumatischen Erkrankungen, sodnern wäre eher ein Fall für den Nephrologen, bzw. Orthopäden.