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Gewählte Ärzte 31. 7. 2014

Schlafmedizin

Der Schlafmediziner diagnostiziert alle Arten von Schlafstörungen, wobei die Ursachen sowohl organischer als auch psychischer Natur sein können.

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Der Schlafmediziner

„Schlafmedizin“ bezeichnet nicht etwa ein Medikament zur Herbeiführung tiefen Schlafes, sondern es ist eine medizinische Fachrichtung. Der Schlafmediziner beschäftigt sich dementsprechend hauptsächlich mit den Schlafstörungen seiner Patienten.

Diese Störungen können sich auf vielerlei Art manifestieren. Zum Beispiel hat man das Gefühl, die „halbe Nacht wach zu liegen“, sich von einer Seite auf die andere zu wälzen. Am nächsten Morgen ist man dann wie gerädert. Dann wiederum gibt es Patienten, denen es einfach nicht gelingen will, abzuschalten und innerhalb einer kurzen Zeitspanne in die Schlafphase überzugehen. Andere wachen zig Mal in der Nacht auf, was die wichtigen Tiefschlafphasen nicht voll ausschöpft. In der modernen Schlafmedizin werden inzwischen 88 Krankheitsbilder von Schlafstörungen unterschieden.

Schlafstörungen können unterschiedlichste Ursachen haben, oft sogar sind es Kombinationen mehrerer. Ungenügender, schlechter oder gestörter Schlaf kann nicht nur Auswirkungen auf den Organismus haben, sondern gleichermaßen können Funktionsstörungen bestimmter Organe ihrerseits sich auf den Schlaf auswirken. Nicht zu vergessen sind auch psychologisch-seelische Probleme, die den Schlaf negativ beeinflussen können.

Zu Anfang wird der Schlafmediziner im Rahmen ausführlicher und detailierter Gespräche zu erörtern versuchen, worin die Ursache der Schlafstörung liegen mag und wie sich diese Schlafstörung manifestiert. Gelingt dies ausschließlich durch Gespräche nicht, hat der Schlafmediziner die Möglichkeit, den Patienten stationär während seines Schlafes zu beobachten. Dazu wird der Patient meist für zwei aufeinanderfolgende Nächte an ein sogenanntes Polysomnographiegerät angeschlossen. Dieses zeichnet wahrend der gesamten Zeitspanne wichtige Körperfunktionen und Körpersignale auf. Dazu gehören Herzfrequenz, Blutdruck, Hirnströme, Atemfrequenz, Atembewegungen und Einatmungstiefe, Muskelanspannungen, Augenbewegungen, Körpertemperatur, Sauerstoffsättigung im Blut und auch die Schlafposition, bzw. wie häufig der Patient diese im Verlauf der Nacht ändert.

Alle diese Parameter werden sodann ausgewertet und miteinander verglichen und dürften dann ein klarers Bild der Natur der Schlafstörung vermitteln. Herzrhythmusstörungen, die vom Patienten selbst nicht bewusst wahrgenommenw erden, können zum Beispiel den Schlaf beeinträchtigen; ebenso übermäßiges Schnarchen. Als Schlafapnoe ist ein Phänomen bekannt bei dem der Patient in Abständen und für mehr oder weniger lange Zeit plötzlich mit dem Atmen aufhört.