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Gewählte Ärzte 19. 4. 2014

Sportmedizin

Der Sportmediziner ist oft bei Fußballklubs und anderen professionellen Sportvereinigungen angestellt, um geeignete Trainingsprogramme zu entwickeln, durchzuführen und damit eine Vielzahl möglicher Sportverletzungen verhüten zu helfen.

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Der Sportmediziner

Sportmedizin ist in Deutschland kein eigenständiges medizinisches Berufsbild mehr. Zwar konnte man in der früheren DDR das Fachgebiet „Sportmedizin“ studieren und als „Sportarzt“ oder „Facharzt für Sportmedizin“ promovieren, doch nach der Wiedervereinigung wurde dieses Spezialfeld als eigenständiger medizinischer Berufszweig abgeschafft. Heute wird „Sportmedizin“ als fachübergreifende Zusatzweiterbildung angeboten.

Dies bedeutet, dass man bereits eine Ausbildung zum Arzt abgeschlossen haben muss, wobei es eigentlich keine Rolle spielt, auf welches medizinische Spezialgebiet man sich versteift hat. Alsdann hat man die Möglichkeit zur zusätzlichen Weiterbildung zum Sportarzt.

Der Sportmediziner findet häufig Anstellung bei Fußballklubs und anderen professionellen Sportvereinigungen. Bisweilen nimmt er sich auch quasi als persönlicher Sportarzt eines Hochleistungssportlers an.

In seinen Aufgabenbereich fällt vor allen Dingen die Verhütung sportbedingter Verletzungen, aber auch deren Erstbehandlung. Besonders im Hochleistungssport findet sich eine Fülle von sportspezifischen Erkrankungen und Verletzungen. Dazu gehören zum Beispiel bekannte Konditionen wie die Boxernase, das Ringerohr, der Tennisarm oder –ellenbogen, das Fußballerknie und der Skidaumen. Zusätzlich gibt es verschiedene Arten von Muskel- oder Sehnenzerrungen, Sehenenscheidenreizungen und –entzündungen, sowie sportbedingte Skelett- und Knochenverletzungen, wie beispielsweise Verstauchungen, Ermüdungsbrüche und Gelenkabnutzungen.

In seiner Eigenschaft obliegt es dem Sportmediziner durch das Erstellen geeigneter Trainingsprogramme solche Verletzungen verhüten zu helfen. Dabei legt er auch ein Augenmerk darauf, dass die für die jeweilige Sportart wichtigen Muskelgruppen korrekt trainiert werden, um damit eine Leistungssteigerung herbeizuführen.

Bei auftretenden Verletzungen leistet der Sportmediziner Erstversorgung, wie zum Beispiel bei Sehnenzerrungen oder –rissen das Vereisen des in Mitleidenschaft gezogenen Gliedmaßes. Er entwirft auch Auwärmungsübungen, um damit die Gefahr einer späteren Verletzung noch weiter herabzusetzen. Sind ernste Verletzungen aufgetreten, die die Behandlungsfähigkeiten des Sportarztes übersteigen, wird er den verletzten Sportler an einen entsprechenden Facharzt überweisen. Sollte die Verletzung jedoch in sein eigenes Fachgebiet fallen, so kann er die Behandlung auch selber einleiten, allerdings nicht in seiner Eigenschaft als Sportmediziner, sondern eben als Facharzt.