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Gewählte Ärzte 17. 9. 2014

Urologie

Der Urologe beschäftigt sich mit der Behandlung von Gesundheitsproblemen der harnbildenden und harnableitenden Organe, einschließlich Harnblase, Harnleiter, Harnröhre.

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Der Urologe

Die offizielle Bezeichnung des Urologen lautet Facharzt für Urologie. Um nach einem Humanmedizinstudium den Titel zu erlangen, bedarf es einer insgesamt fünfjährigen Weiterbildungszeit, also 60 Monaten. Von diesen müssen mindestens 48 Monate im Fachgebiet der Urologie absolviert werden, wobei der Aspirant diese Weiterbildung nur an einer von der jeweiligen Landesärztekammer zugelassenen Weiterbildungsstätte ableisten darf. Es folgt eine Facharztprüfung bei der Landesärztekammer. Ist der Mediziner letztendlich als Facharzt für Urolige anerkannt, darf er sich niederlassen und in seinem Fachgebiet praktizieren.

Der Urologen beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen sowohl bei weiblichen als auch männlichen Patienten. Dazu zählen vor allem die Harnröhre, der Harnleiter und die Harnblase, aber bis zu einem gewissen Maße auch die Nieren. Mit dem letzteren überschneidet sich sein Fachbereich mit dem eines Nephrologen.

Blasensteinen, Ischurie (Harnverhalten), Dysurie (Schmerzen beim Harnlassen), Strangurie (Schwierigkeiten beim Harnlassen) würden demnach von einem Urologen behandelt, genauso wie Entzündungen, Abszesse, Geschwüre, Tumoren oder Verengungen der Harnwege und assoziierten Organe. Zu den bekanntesten Behandlungsmethoden eines Urologen gehören unter anderem die Katheterisierung und die Blasenspiegelung.

Desweiteren befasst sich der Urologe auch mit Krankheiten der männlichen Geschlechtsorgane, also des Penis, der Hoden, der Nebenhoden, der Prostata, der Samenleiter- und Samenbläschen. Handelt es sich bei dem jeweiligen Problem um Krebs, so würde sich sein Fachgebiet auch hier mit einem anderen überschneiden, nämlich dem des Onkologen (Krebsarztes).

Mit der Behandlung von Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane befasst sich der Urologe jedoch in aller Regel nicht. Diese fiele stattdessen in den Aufgabenbereich des Gynäkologen.

Nierenprobleme werden vom Orologen nur in sofern behandelt als sie einen direkten Bezug zur Harnausscheidung haben, bzw. in Problemen für die Harnorgane resultieren. Funktionsstörungen oder beispielsweise Nierensteine wären hingegen wiederum eine Sache für den Nephrologen, dessen Fachgebiet sich auf die Nieren und ihre Systeme konzentriert.

Obwohl kein Chirurg im eigentlichen Sinn, kann der Urologe aufgrund seiner Ausbildung kleinere Eingriffe durchaus selber durchführen, bei größeren den Patienten aber an einen entsprechenden Facharzt weiter überweisen.